11:14 - elevenfourteen
Greg Marcks
Ein angetrunkener Autofahrer HENRY THOMAS, allein unterwegs auf der kaum befahrenen Autobahn. Eine durchtriebene Teenagerin RACHAEL LEIGH COOK, die ihren Freund zu einem Schäferstündchen auf den Friedhof lockt und dabei noch ganz andere Absichten hat. Drei ausgelassene Jungs BEN FOSTER, COLIN HANKS, STARK SANDS, die in ihrem alten VW Bus ziellos durch die Kleinstadt düsen und nichts als Blödsinn im Kopf haben. Eine Tankstellenangestellte HILARY SWANK, die von ihrem besten Freund überfallen wird. Und ein besorgter Vater PATRICK SWAYZE in panischer Angst, seine Tochter könnte eine große Dummheit begangen haben. Nichts haben sie miteinander gemein - mit einer Ausnahme Sie sind zur falschen Zeit am falschen Ort. Denn um Punkt 23 Uhr 14 werden sich ihre Schicksale auf verblüffende Weise überschneiden. Mit einem lauten Knall... und fatalen Konsequenzen...
B000EBCCOM
25 Stunden
Spike Lee
24 Stunden noch, dann endet für Monty Brogan EDWARD NORTON das Leben in Freiheit. 24 Stunden noch, dann muss der ehemalige Drogendealer eine siebenjährige Haftstrafe antreten. 24 Stunden, in denen Monty Zeit bleibt, mit sich, seiner atemberaubenden Freundin Naturelle ROSARIO DAWSON, seinem Vater BRIAN COX und seinen beiden besten Freunden, dem Wall-Street Broker Slaughtery BARRY PEPPER und dem schüchternen Highschool-Lehrer Jacob PHILIP SEYMOUR HOFFMAN, ins Reine zu kommen. Und er will die Zeit nutzen herauszufinden, wer es war, der ihn bei der Polizei angeschwärzt hat. Monty hat einen fürchterlichen Verdacht, doch die Uhr läuft... die Zeit tickt... die 25. Stunde naht...
B0000V70YI
300 (Einzel-DVD)
Zack Snyder
300erzählt die Geschichte von 300Spartanern im Kampf gegen das übermächtige Heer der Perser. Ein visuell beindruckender Parforceritt von Dawn of the Dead-das Remake-Regisseur Zack Synyder. 300ist ein Film der beinahe schon auf provokative Art und Weise unterschiedlichste Reaktionen hervorrufen wird. Während den einen in Anbetracht des wunderschön anzusehenden Gemetzels begeistert die Kinnlade runterfällt und die Augen übergehen, werden sich andere kopfschüttelnd abwenden um sich über das geistige Niveau ihrer Mitmenschen zu grämen. Im Mittelpunkt des Films steht eine historisch verbürgte Heldentat; der Kampf der zahlenmäßig hoffnungslos unterlegenen Spartanern unter Leonidas gegen das gigantischste Heer, dass die Welt bis dahin gesehen hat: die Streitkraft der Perser unter König Xerxes. Soviel zur Handlung!
Der Film basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Frank Miller (Sin City), der sich wiederum von der Hollywoodverfilmung Der Löwe von Spartaunter der Regie von Rudolph Maté aus dem Jahr 1962 inspiriert fühlte, die schlussendlich auf Herodots Bericht aus dem 5.Jahrhundert v.Chr. fusst. Herodots Text, im übrigen die einzige zeitgenössische Quelle, ist von Historikern in vielerlei Hinsicht umstritten. Beispielsweise spricht Herodot von 5 Millionen Persern, während man mittlerweile zweifelsfrei das persische Heer auf etwa 170.000 Köpfe schätzt. Auch der bei Herodot im Mittelpunkt stehende Verrat wird angezweifelt und dient vermutlich der bewußten Geschichtsverfälschung, da als erwiesen gilt, dass Leonidas einen folgenschweren Fehler beging, als er einen bekannten Gebirgspass nur unzureichend absicherte und damit erst die Einkesselung seiner Truppen durch die Perser ermöglichte. Aber das alles spielt eigentlich bei der Rezeption von 300keine Rolle.
300ist nicht interessiert an historischen Hintergründen und der Analyse von politischen Ränkespielen. Der Film ist, schlicht und ergreifend, ein gigantisches Schlachtgemälde, ein visuell beeindruckender Blutrausch, irgendwo zwischen Videogame und Monumentalepos anzusiedeln. Es ist ein Film für Männer jeglicher Altersstufe, die sich an sattsam bekannten Heldenklischees erfreuen können und für Frauen, die der Ästhetik des Waschbrettbauchs nicht abgeneigt sind; auch wenn es die, leider, in vorgeführter Perfektion nur digital gibt, auf dieser Welt. Aber auch das ist egal, denn 300ist, vorausgesetzt man ist in der Lage seinen Intellekt entsprechend zu fokussieren, ein Mordsspass, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist ein Kinofilm der diese Bezeichnung tatsächlich verdient, mit überlebensgroßen Helden und Taten, mit grandiosen Schlachtszenen, untermalt von brachialer Musik, unter der Hand eines talentierten Regisseurs. Ja, das ist 300ganz zweifellos. Thomas Reuthebuch
B000RF1200
|
Ali G. In Da House
Mark Mylod
In der britischen Erfolgskomödie Ali G. Indahousegroovt sich der Titelheld mit Trainingshose und Sonnenbrille bissig-dämlich durch alle Untiefen europäischer Jugendkultur. Die Kunstfigur Ali G. wurde ursprünglich von dem britischen Comedian Sasha Baron Cohen fürs Fernsehen entwickelt. Auf der Insel hat sich eine kontroverse Diskussion um das Weißbrot entsponnen, dass auf Angriffe schlagkräftig zu antworten weiß: "Iz it cos me is black?". Baron Cohen persifliert in seinen populären Sketchen hemmungslos jenen Typus Jugendlicher, der in wohlbehütetem Umfeld amerikanische HipHop-Kultur nachspielt und genießt in England längst Kultstatus.
Beim deutschen Publikum war Ali G. bisher lediglich als Randfigur in einem Madonna-Videoclip etwa oder bei den MTV Music Awards in Erscheinung getreten. Mit seinem Kinodebüt findet Ali G. endlich auch hier zu Lande statt und haut in die allseits beliebte Proll-Komödien-Kerbe à la Erkan und Stefan, mit dem Unterschied, dass Baron Cohen deutlich harschere Töne anschlägt und auffallend respektlos zu Werke geht.
Ali G. und seine Posse leben in dem traurigen Londoner Vorort Staines. Als der lokale Jugendclub schließt, demonstriert Ali G. leidenschaftlich gegen die kulturelle Ausdünnung und wird von einem machthungrigen Politiker (Charles Dance) instrumentalisiert, bis er plötzlich, zur Überraschung aller, als gewählter Volksvertreter im House of Parliament landet. Hier hat er nach bester Genrekonvention allerlei Gelegenheiten für mächtigen Wirbel zu sorgen. So sediert er mittels Marihuana-Tees die gesamte UN-Vollversammlung oder bringt endlich die wirklich wichtigen Dinge auf die Agenda: Penislängen, die goldenen Felgen am Renault, seine Braut und alle Bräute und überhaupt.
Ali G. - Indahouse - The Movieist schmerzhaft blödsinnig, sexistisch bis zum Abwinken und dabei zum Brüllen komisch. Der Film wirkt neben dem familienkompatiblen Geblödel von Erkan und Stefan gnadenlos und bissig und es verwundert nicht, dass die britische Kinopremiere nicht ohne Buhrufe und Schmach abging. Ali G. blieb unbeeindruckt. Er trat mit einer Königskrone und jeder Menge Miezen unters Volk. Thomas Reuthebuch
B00008IHV0
|